Erzähl mir was…
Alle Veranstaltungen:
Alte Markthalle
Binger Straße 9-11
Ingelheim am Rhein

…von Unsterblichkeit

FOREVER YOUNG ! Dein Bild von Vergänglichkeit
Unter dem Begriff Vanitas verstehen wir in der Kunst eine Bildgattung, die sich mit Vergänglichkeit des Irdischen befasst. Der Begriff kommt aus dem Lateinischen und meint leerer Schein, Nichtigkeit, Eitelkeit. Er kann auch mit Prahlerei, Misserfolg oder Vergeblichkeit übersetzt werden. Im KuSo-Atelier findest Du ein Bildbeispiel von dem niederländischen Maler Jan Davidszoon de Heem aus dem 17. Jahrhundert, ein typisches Stillleben für diese Zeit.

Lustvoll wird hier das pralle Leben vorgestellt, doch hinter den einzelnen Bildgegenständen verbergen sich spannende Symbole. Mit den bereitliegenden Elementen kannst du selbst ein Vanitas-Stillleben nach deinen Ideen inszenieren. Arrangiere sie auf dem Tisch. Auf der Bildrückseite findest du die Bedeutung der einzelnen Bildmotive. HIER werden wir in Kürze die eingesendeten Vanitas-Bilder unserer BesucherInnen hochladen. Das Bild oben haben arrangiert: Rima Gulian und Sohn.
In dem Projekt “Nächster Halt Unsterblichkeit” setzen wir uns mit den unterschiedlichen Facetten des jahrtausendealten Wunsches nach ewigem Leben auseinander. Mit Kreativität, Musik, IT und Diskussionen vertiefen wir die Thematik.
Wir bedanken uns herzlich für die Förderung dieses Projekts durch den Kultursommer Rheinland-Pfalz 2025 “Forever Young“. Dazu gehören auch:
Samstag, 4. Oktober 2025, 18 Uhr
Konzert Lebenszyklus 
Das Trio La Viva mit den professionellen Musikern Katalin Szigeti, Violine, und Peter Ilkei, Gitarre sowie Stephan Kilanowski als Sprecher nimmt seine (erwachsenen) Zuhörer mit auf eine literarisch-musikalische Reise zu den verschiedenen Lebensstationen. Von der Leichtigkeit der Kindheit über die ungestüme Jugend und die Herausforderungen in der Mitte des Lebens bis schließlich ins hohe ‚weise‘ Alter, wird eine abwechslungsreiche Auswahl an Texten und passenden Musikstücken dargeboten. Ein kultureller Höhepunkt im Rahmen des Kultursommers Rheinland-Pfalz.
Karten à 8 € im VVK in der MiMa und bei Juwelier Wermann, Abendkasse 12 €,
Beginn: 18.00 Uhr, Einlass: 17.30 Uhr
21. Oktober 2025, 19:00 Uhr, ONLINE GESPRÄCH
Matthias Horx.
Trend- und Zukunftsforscher. Publizist und Visionär:
Vom Himmel in die Cloud.
Wir fragen den wohl bekanntesten Zukunftsforscher im deutschsprachigen Raum nach Übergangsriten. Was das Leben ausmacht und den Tod. Und was passiert, wenn die haltgebenden Übergangsrituale selbst im Übergang sind.
Rituale und Traditionen rund um Abschied und Tod sind tief in den Kulturen verankert, sie erzählen von Hoffnung, von Jenseits-Vorstellungen und Mythologie. Doch wie lässt sich der letzte Abschied in Zeiten der technologischen Transformation einer ganzen Gesellschaft denken? Wenn ewige Jugend und Schönheit zeitgemäß im digitalen Nachlass inszeniert ist, ohne Frage nach tatsächlichem Gesundheitszustand. In welchem Raum findet dann Trauer statt und – lässt sich ein realer Verlust auf diese Weise überhaupt verarbeiten?
Das traditionelle Weltbild des Abschiednehmens, den Körper an die Götter, bzw. die Natur übergeben und mit allen Sinnen loslassen können, steht konträr zu der technisch unterstützten, neuen Erinnerungskultur. VERGESSEN WERDEN passt nicht mehr ins Konzept der modernen säkularisierten Archiv-Kultur. Doch wo bleibt hier der trauernde Mensch mit seinen emotionalen und sozialen Grundbedürfnissen? Auch wenn das neue Bestattungsgesetz in Rheinland-Pfalz neue Perspektiven schafft – welchen Weg ins Jenseits werden wir künftig einschlagen?
Vom Himmel in die Cloud_Info
Eine Veranstaltung im Rahmen des Kultursommer Rheinland-Pfalz “Forever Young”
Online-Vortrag mit Diskussion / Anmeldung unter: info@mima-ingelheim.de
24. Oktober 2025
Bunte Stunde EXTRA – Mexiko
Auf ewig unvergessen: Der mexikanische Dias de los muertos
Der Tag der Toten spielt in der aktuellen MitMachAusstellung eine hervorgehobene Rolle. Mit einem typischen Altar wird den BesucherInnen der mexikanische Umgang mit dem Tod vermittelt. Das mexikanische Totenfest zeigt auf besonders exotische und heitere Weise einen Umgang mit dem Tod, der dem kulturellen Verständnis von Tod hierzulande konträr gegenüber steht – nämlich klar dem Leben zugehörig ist. Eine mexikanische Ingelheimerin stellt diese Tradition ihres Herkunftslands vor. Mit Erzählungen, Bildern und der passenden Musik feiern wir zusammen einen Dias de los muertos. Eine Kooperation mit Stabstelle für Vielfalt und Chancengleichheit der Stadtverwaltung Ingelheim.
ATELIER
Teil des MiMa-Kultursommers ist der Blick in die Kunst. Der Gedanke von ewiger Jugend und Schönheit, von Unsterblichkeit und Vergänglichkeit hat die berühmtesten Künstler inspiriert. Diese Bild- und Symbolsprache sollte schon immer das Unfassbare begreifbar machen. Momente der Vergänglichkeit aus unserem Alltag werden wir auf großformatigen Drucken, Fahnen, festhalten. Sie bilden die Szenografie, das Setting des KuSo-Ateliers und die Möglichkeit, darüber in Dialog mit den Besuchern zu treten.
Ein gut ausgestattetes Atelier stiftet die Besucherinnen und Besucher, klein und groß, dazu an, selbst durch einen kreativen Prozess Erkenntnisse und Gefühle zu verarbeiten. So finden wir eine Sprache zwischen unserer eigenen Endlichkeit und der Parole “Forever Young”.
FOREVER YOUNG!
Kulturhistorisch lässt sich der Kampf gegen das Altern und den Tod auch als Motor für wissenschaftliche Experimente und Fortschritt betrachten, quer durch die (vor-) Wissenschaftsgeschichte. Ob Suche nach dem Stein der Weisen oder einem Lebenselexir, Forschungen in Pharma und Gentechnologie – alles ist Resultat eines Bewusstseins der eigenen Sterblichkeit, der eigenen Existenz. Eine Station in der Ausstellung bietet Labor und Versuchsfeld, selbst unsterblich zu werden. Eine FOREVER-YOUNG-Station wird an dieser Stelle das von Kosmetikindustrie aufgebaute Ideal der ewig jungen Haut kritisch hinterfragen und den Hype, der durch die sogenannten Skinfluencer im Web schon Kinder und Jugendliche mit ultimativen Tipps für Antifaltencremes versorgt, kritisch ansprechen.


