Erzähl mir was…
Alle Veranstaltungen:
Alte Markthalle
Binger Straße 9-11
Ingelheim am Rhein
…von Unsterblichkeit
Die MiMa setzt sich mit den unterschiedlichen Facetten von Tod, Endlichkeit und auch dem jahrtausendealten Wunsch nach ewigem Leben auseinander. Dies geschieht in der Ausstellung und in den MiMa-Ergänzungen. Wir vertiefen die Thematik in verschiedenen Workshops für Kinder und haben in diesem Jahr auch spannende Angebote für ältere Jugendliche (ab 15 Jahre) und Erwachsene zusammengestellt, siehe auch hier.
Wir sind mit Begleitprogramm und MiMa-Ergänzungen Teil des Kultursommers Rheinland-Pfalz 2025 “Forever Young”. Wir bedanken uns herzlich für die Förderung!
Dabei geht es uns um weit mehr als die Betrachtung der eigenen Endlichkeit! Die wunderbare Vielfalt der Kulturen und der interreligiöse Dialog stehen für uns 2025 im Vordergrund:
August 2025
Vom Himmel in die Cloud. Podiumsdiskussion.
Wir fragen Archäologen, Bestatter und Wissenschaftler nach Übergangsriten. Was das Leben ausmacht und den Tod. Wie ewige Jugend und Schönheit heute zeitgemäß im digitalen Nachlass inszeniert ist, ohne Frage nach Gesundheitszustand und Verwundbarkeit.
Während die Versuche der Kryokonservierung noch versuchen, den biologischen Körper zu erhalten und die Kunden eisgekühlt auf technischen Fortschritt hoffen, versichert künstliche Intelligenz eine neue Facette ewiger Jugend: Durch die technischen Möglichkeiten der Übertragung und Sammlung aller textlichen Ausdrücke, Botschaften und Nachrichten einer Person sind wir nah dran an einem Upload des Geistes und leben so in fröhlicher (?) Gemeinschaft mit allen Generationen digital weiter, bis hin zu telefonischen Nachrichten aus dem Jenseits. Das traditionelle Weltbild des Abschiednehmens, den Körper an die Götter, bzw. Natur übergeben und loslassen können, steht konträr zu der technisch unterstützten, neuen Erinnerungskultur. VERGESSEN WERDEN passt nicht mehr ins Konzept der modernen säkularisierten Archiv-Kultur. Umrahmt wird die Veranstaltung von Musik aus dem Jenseits
4. Juli 2025
Religionsgeschichten
Podium mit Vertretern der größten Weltreligionen: Buddhismus, Islam, Christen/Judentum, Hinduismus
Rituale und Traditionen rund um den Tod erzählen von Hoffnung, von Jenseits-Vorstellungen und Mythologie. Wir gehen in den interreligiösen Dialog und tauschen uns aus über die unterschiedlichen Arten der Trauer, der Bestattung und der Jenseitsvorstellungen.
Oktober 2025
Bunte Stunde EXTRA – Mexiko
Der mexikanische Dias de los muertos spielt in der aktuellen MitMachAusstellung eine hervorgehobene Rolle. Mit einer Ofrenda wird den BesucherInnen der mexikanische Umgang mit dem Tod vermittelt. Das mexikanische Totenfest zeigt auf besonders exotische und heitere Weise einen Umgang mit dem Tod, der dem kulturellen Verständnis von Tod hierzulande konträr gegenüber steht – nämlich klar dem Leben zugehörig ist. Ein/e IngelheimerIn stellt diese Tradition seines Herkunftslands vor. Mit Erzählungen, Bildern und der passenden Musik feiern wir zusammen einen Dias de los muertos. Kooperation mit Stabstelle für Vielfalt und Chancengleichheit
Samstag, 4. Oktober 2025, 18 Uhr
Konzert Lebenszyklus
Das Trio La Viva mit den professionellen Musikern Katalin Szigeti, Violine, und Peter Ilkei, Gitarre sowie Stephan Kilanowski als Sprecher nimmt seine Zuhörer mit auf eine literarisch-musikalische Reise zu den verschiedenen Lebensstationen. Von der Leichtigkeit der Kindheit über die ungestüme Jugend und die Herausforderungen in der Mitte des Lebens bis schließlich ins hohe ´weise` Alter, wird eine abwechslungsreiche Auswahl an Texten und passenden Musikstücken zusammengestellt und dargeboten.
ATELIER
Teil des MiMa-Ausstellungskonzepts ist der Blick in die Kunst. Der Gedanke von ewiger Jugend und Schönheit, von Unsterblichkeit und Vergänglichkeit hat die berühmtesten Künstler inspiriert. Diese Bild- und Symbolsprache sollte schon immer das Unfassbare begreifbar machen. Momente der Vergänglichkeit aus unserem Alltag werden wir auf großformatigen Drucken, Fahnen, festhalten. Sie bilden die Szenografie, das Setting der Ausstellung und die Möglichkeit, darüber in Dialog mit den Besuchern zu treten.
Ein gut ausgestattetes Atelier stiftet die Besucherinnen und Besucher, klein und groß, dazu an, selbst durch einen kreativen Prozess Erkenntnisse und Gefühle zu verarbeiten. So finden wir eine Sprache im Bewusst-SEINS-Prozess, auch wenn Worte fehlen. Kreativität lässt uns zusammen kommen und miteinander sprechen über das Unsagbare, gemeinsam finden wir Trost.